15 Milliarden Downloads im Jahr 2010 und prognostizierte 50 Milliarden Downloads im Jahr 2012. 7 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2010, geschätzte 18 Milliarden US-Dollar im Jahr 2012. Im Dezember 2010 gibt es rund 500.000 Apps in den App Stores von Apple, Android, Nokia, Blackberry und Windows. Seit dem Start von Apples iTunes App Store haben sich Apps über alle mobilen Betriebssysteme hinweg binnen kurzer Zeit in das Bewusstsein der Verbraucher geschrieben. Woran liegt das? Was ist eine App?
Zunächst ist eine App ein Stück Software, die auf mobilen Betriebsystemen wie iOS, Android und anderen einsetzbar ist. Im Falle der Desktop Computer oder Notebooks spricht man momentan immer noch von Software, die aufgespielt wird. Dies wird sich vermutlich mit dem Start des Mac OSX App Stores ändern, der den Startschuss für App Marktplätze auch für stationäre Betriebssysteme bildet. Während eine Software ein Programm für viele ähnliche Anwendungen und Funktionen eines übergeordneten Themas ist – beispielsweise Microsofts Excel als Tabellenkalkulation, das über die reine Tabellenerstellung hinaus über viele Business-Anwendungen verfügt – ist eine App grundsätzlich auf eine Funktion bzw. einen geringen Funktionsumfang begrenzt. Typische Beispiele sind Navigations-Apps, mit denen Routen geplant werden können. Ebenso gibt es Taschenrechner-Apps, Kalender-Apps etc. im Geschäftsbereich, sowie Tausende von Spielen und Fun-Apps für den Privatanwender.
Mensch-Maschine-Konflikt
Der eigentliche Unterschied zwischen einer App und einer Software liegt dennoch woanders: seitdem Menschen Computer und entsprechende Technologien nutzen, besteht bei den meisten Anwendern ein gespaltene Verhältnis zu Hard- und Software: oft funktioniert etwas nicht, oft weiß der Nutzer nicht, wie er einen Fehler beheben soll oder wie er sein eigentlich kleines Problem mit dem Computer beheben soll. Wer kennt das Gefühl der Ohnmacht vor dem Gerät nicht? Und nur eine kleine Gruppe von Menschen – die Experten – wissen Rat. Allerdings lassen sie diesen selten wirken, ohne vorher auf das Unvermögen des DAUs (Dümmster Anzunehmender User) hingewiesen zu haben. Kurzum: es besteht ein Mensch-Maschine-Konflikt.
Apps helfen dem Menschen
Die App ist die erste Technologie, die das Zeug dazu hat, den Mensch-Maschine-Konflikt aufzulösen. Die App versetzt den Nutzer in die Lage, Technologie zu beherrschen. Sie tut es, indem sie haptisch, funktional und inhaltlich intuitiv bedienbar ist. Die App lässt den Menschen Herr der Lage werden: er muss sich nicht vor anderen (und sich selbst) blamieren – im Gegenteil: er kann durch geschickten Einsatz einer geeigneten App Probleme lösen, die gelegentlich zur Bewunderung durch alle – mindestens jedoch zu Respektsbekundungen seines Umfeld führend. Die App ist die erste Technologie, die dem Menschen ausschliesslich hilft.
Natürlich gibt es schlechte Apps, die nicht die oben beschriebenen segensreichen Effekte erzielen. Es gibt sogar Apps, die das Gegenteil von dem bewirken, was ihr Entwickler oder Auftraggeber bezweckt hat. Wie beim Einsatz von Software kommt es darauf an, den Einsatz von Apps in der avisierten Zielgruppe zu kennen und seine eigene App dementsprechend zu planen.
Apps sind die Software der Zukunft
Eine Prognose über die Zukunftsfähigkeit von Apps können wir mit hoher Sicherheit treffen: Apps werden eine immer größere Rolle spielen, da sie diejenige Technologie sind, die dem Menschen hilft und die von ihm komplett verstanden werden kann.

[...] App ist die erste Technologie, die den Mensch-Maschine-Konflikt auflöst: sie macht den Menschen zum Herrn im Ring. Der Mensch beherrscht die Technik (Hard- und [...]
[...] Apps die erste Technologie darstellen, die dem Nutzer eine von ihm selbst beherrschbare einfache Technologie an die Hand (!) gibt, ist nicht zu gering zu [...]